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AbenteuerFrisch geerntet·4 Min.

Berti und der verrückte Plan mit dem Regenschirm

Berti will eine Wolke einfangen – mit nichts als einem riesigen Regenschirm und einer sehr wackeligen Gurkenranke.

Berti und der verrückte Plan mit dem Regenschirm

Im Gurkenwald schien an diesem Morgen die Sonne vom strahlend blauen Himmel. Zwischen den riesigen Gurkenblättern tanzten kleine Lichtflecken über die weichen Waldwege, und ein leichter Wind ließ die Blätter sanft rascheln.

Vor seinem gemütlichen Gurkenhaus saß Berti auf seiner Holzbank. Neben ihm stand ein großes Glas eiskalte Gurkenlimonade. Genüsslich nahm er einen Schluck und blickte nach oben.

„Hm...“, murmelte er nachdenklich.

Über den Gurkenwald zogen langsam weiße Wolken vorbei.

„Die sehen aber heute ganz schön flott aus.“

In diesem Moment kam Moppi vorbeigelaufen.

„Na Berti, worüber grübelst du denn?“

Berti grinste geheimnisvoll.

„Ich habe einen Plan!“

Moppi blieb sofort stehen.

„Oje... Berti hat einen Plan.“

Auch Gurda, Sunny und Flitze kamen neugierig dazu.

„Was hast du denn diesmal vor?“, fragte Sunny.

Berti zeigte mit dem Finger nach oben.

„Wenn die Wolken da oben vorbeiziehen, brauche ich sie doch nur einzufangen. Dann haben wir im Gurkenwald immer dort Schatten, wo wir ihn gerade brauchen!“

Gurda blinzelte.

„Du... möchtest eine Wolke fangen?“

„Natürlich!“, antwortete Berti überzeugt. „Dafür habe ich doch meinen riesigen Regenschirm!“

Flitze musste lachen.

„Und wie willst du mit einem Regenschirm bis zu den Wolken kommen?“

Berti setzte seinen Safarihut gerade.

„Ganz einfach! Ich klettere auf die höchste Gurkenranke im ganzen Gurkenwald!“

Bevor jemand etwas sagen konnte, schnappte sich Berti seinen großen bunten Regenschirm und begann vorsichtig die dickste Gurkenranke hinaufzuklettern.

Immer höher... und höher... bis er fast unter dem großen Blätterdach angekommen war.

Unten schauten seine Freunde gespannt nach oben.

„Pass gut auf!“, rief Gurda.

„Keine Sorge!“, antwortete Berti. „Ich habe alles bestens im Griff!“

Mit einer Hand hielt er sich an der Gurkenranke fest. Mit der anderen spannte er seinen riesigen Regenschirm auf und streckte ihn so weit wie möglich in den Himmel.

„Jetzt fehlt nur noch eine Wolke...“

Doch genau in diesem Moment rauschte eine kräftige Windböe durch die großen Gurkenblätter.

WUUUUUSCH!

Der Regenschirm blähte sich auf wie ein riesiges Segel.

„Äh...“, sagte Berti. „Das war eigentlich nicht Teil meines Plans!“

Plötzlich hob ihn der Wind mitsamt dem Regenschirm von der Gurkenranke.

„Hiiiiiilfe! Ich fliege!“

Sanft schwebte Berti zwischen den großen Blättern hindurch. Mal drehte er sich nach links. Dann nach rechts. Einmal sogar kopfüber.

Sein Safarihut saß dabei erstaunlicherweise immer noch fest auf seinem Kopf.

Moppi, Gurda, Sunny und Flitze rannten lachend hinter ihm her.

„Berti! Halt dich fest!“

„Das versuche ich ja!“, rief Berti.

Nach einer kleinen Ehrenrunde über den Gurkenwald verlor der Wind langsam seine Kraft.

Ganz sanft glitt Berti nach unten.

Plumps! Mitten in ein großes, weiches Moosbett.

Einen Moment blieb er einfach liegen und schaute in den Himmel. Dann setzte er sich auf, klopfte sich das Moos von den Armen und rückte seinen Safarihut zurecht.

„Also...“

Alle warteten gespannt.

„...eine Wolke habe ich zwar nicht eingefangen...“

Er grinste über das ganze Gesicht.

„...aber der Ausflug war trotzdem himmlisch!“

Die fünf Freunde mussten so laut lachen, dass selbst die Vögel auf den Gurkenblättern neugierig herüberschauten.

Sunny lächelte. „Vielleicht gehören Wolken einfach an den Himmel.“

„Kann sein“, sagte Berti und klappte seinen Regenschirm wieder zusammen. „Aber ohne verrückte Ideen wüssten wir ja nie, was alles möglich ist.“

Gemeinsam machten sich die fünf Freunde auf den Heimweg. Die Sonne schien noch immer durch die großen Gurkenblätter.

Und während sie lachend durch den Gurkenwald spazierten, war sich jeder sicher: Manchmal sind die verrücktesten Ideen die schönsten – auch wenn sie ganz anders ausgehen als geplant.

Und so war der Gurkenwald an diesem Tag wieder ein kleines bisschen aufgemoppelt.

Ende der Geschichte.

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